SACHKUNDENACHWEIS UND HUNDEFÜHRERSCHEIN

Dein Wissen kannst du entweder mit einem Hundeführerschein oder mit dem Ablegen eines Sachkundenachweises bestätigen. Beide bestehen jeweils aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Für dich als Hundehalter gibt es zwei Möglichkeiten, dein Wissen über Hunde freiwillig unter Beweis zu stellen. Dieses kannst du entweder mit einem Hundeführerschein oder mit dem Ablegen eines Sachkundenachweises bestätigen. Beide bestehen jeweils aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Theoretische Prüfung

Der erste Teil besteht aus einem Multiple-Choice Fragebogen, welcher dein Grundwissen testet. Du wirst zum Umgang mit deinem Hund, der Deutung von Körpersprache, dem Einschätzen bestimmter Situationen und deinem Pflegeverständnis befragt. Über dieses Wissen solltest du als Hundehalter auch ohne Prüfung verfügen. Alle potenziellen Fragebögen sind online abrufbar, falls du dir sie dennoch einmal zur Vorbereitung ansehen möchtest.

Praktische Prüfung

Der praktische Test bezieht sich mehr auf das Verhalten deines Hundes und das Zusammenspiel zwischen euch. Auch hier werden grundlegende Aufgaben, wie das Beherrschen von Grundkommandos (Sitz, Bleib, Komm), das Abrufen des Hundes, aber auch das gehorsame Laufen an der Leine, abgefragt. Dein Hund muss beim Ablegen der Prüfung ein Mindestalter von 12 Monaten beim Hundeführerschein und 6 Monate beim Sachkundenachweis erreicht haben. Bei beiden Prüfungen kannst du passend zu deinem Wissensstand direkt die Prüfung ablegen oder einen passenden Kurs dazu besuchen.

Sachkundenachweis Pflicht

Je nach dem für welche Hunderasse du dich entscheidest und in welchem Bundesland du lebst, kannst du dazu aufgefordert werden, einen Sachkundenachweis einzureichen. Generell wird bei einem von der Stadt oder der Gemeinde geforderten Sachkundenachweis in drei Varianten unterschieden, dem Sachkundenachweis für 20/40 – Hunde, dem Sachkundenachweis für bestimmte Rassen und dem Sachkundenachweis für „gefährliche“ Hunde.

Sachkundenachweis für 20/40 Hunde

Am häufigsten gefordert wird ein Sachkundenachweis für sogenannte 20/40-Hunde. Dies beschreibt Hunde mit einem Mindestgewicht von 20 kg und einer Widerristhöhe von 40 cm und größer. Diese schließen viele Hunderassen mit ein. Auch für sehr beliebte Familienhunde, wie der Golden RetrieverLabrador oder einem Collie kann dieser eingefordert werden. Besonders davon betroffen sind Hundehalter in NRW, da das Zertifikat hier verpflichtend ist. NRW und Niedersachsen fordern allerdings nur den theoretischen Teil des Sachkundenachweises, erkennen aber auch den des Hundeführerscheins als Nachweis von dir an. Im Gegenzug wird der praktische Teil des Hundeführerscheins auch als Ersatz für eine Verhaltensprüfung deines Hundes (gemäß Landeshundegesetz) anerkannt. Dieser kann die Stadt entweder von dir fordern oder dir je nach Gemeinde Vorteile wie der Befreiung der Leinen- und Maulkorbpflicht (Kampfhundehaltung)oder Vergünstigungen der Hundesteuer einbringen.

Sachkundenachweis für bestimmte Rassen

Eine weitere Art ist der Sachkundenachweis für bestimmte Rassen. Solltest du dich für eine der folgenden Rassen entscheiden, wird die Stadt einen solchen Nachweis von dir einfordern (verpflichtend): Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu und Kreuzungen aus diesen Rassen.

Sachkundenachweis für „gefährliche“ Hunde

Zuletzt folgt noch der Sachkundenachweis für gefährliche Hunde, welcher ebenfalls verpflichtend ist. Du musst ihn somit bei der Gemeinde einreichen. Beide dieser rassespezifischen Nachweise werden ab dem 6 Lebensmonat deines Hundes fällig. Gefährliche Hunde im Sinne des Staats sind: American Staffordshire-TerrierPitbull-Terrier, Bullterrier und Staffordshire-Bullterrier und ebenfalls alle Kreuzungen.

Wo kann ich meinen Sachkundenachweis / Hundeführerschein machen?

Die Prüfungen für alle Nachweise kannst du an unterschiedlichen Stellen ablegen. Für den Hundeführerschein kannst du dir einfach von deinem Tierarzt oder dem Landesministerium eine Liste aller verifizierten Prüfer in deiner Region geben lassen. Den Sachkundenachweis für 20/40-Hunde nehmen die meisten Tierärzte ab. Für die anderen beiden musst du dich jedoch beim Amtstierarzt vorstellen.

Was kostet ein Sachkundenachweis / Hundeführerschein?

Die Kosten für den Hundeführerschein belaufen sich auf 27,50 € für die theoretische Prüfung, 75 € für die praktische zuzüglich einer Kursgebühr, falls du einen solchen dazu besuchen möchtest. Die Gebühren variieren je nach Anbieter. Ein Sachkundenachweis würde dich im Vergleich kostet dich 45 € Prüfungsgebühr.

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